Ready to explore
Bei Radys gehen wir unseren eigenen Weg bei der Entwicklung nachhaltiger Funktionsbekleidung. Als erfahrene Outdoor-Sportler und Textilexperten setzen wir auf eine limitierte Kollektion langlebiger Produkte - die durch exakte Passform, fortschrittliche Technologien und umweltfreundliche Fertigung dauerhaft überzeugen.
Modular Layering System
Unsere innovative Bergsportbekleidung wird in den Schweizer Alpen entwickelt, ist universell einsetzbar und lässt sich perfekt miteinander kombinieren. Das durchdachte Modular Layering System macht es dir leicht, ein passendes Outfit für jede Wetterlage und Aktivität zusammenzustellen.


R'Sonic - Kissbonding Technologie
Übereinander gelegte Stoffe können durch ein Ultraschall aktiviertes Rad geschnitten und verschweisst werden. Nach dem Aufklappen wird die sich küssende Naht innen mit einem Stoffband dauerhaft verstärkt, wodurch ultra flache und elastische Stoffverbindungen erreicht werden.
Stories, Ratgeber und Infos
Merino oder Greenmint: Welcher Baselayer passt zu dir?
Der Rucksack ist gepackt. Die Route steht. Aber welches Shirt ziehst du an? Direkt auf deiner Haut entscheidet sich ein wichtiger Teil deines Tragekomforts. Gerade auf längeren Touren merkst du schnell, ob deine erste Schicht zu dir passt: beim schweisstreibenden Aufstieg, auf dem windigen Grat und am Abend in der Hütte. Bei RADYS hast du mit Merino und Greenmint zwei geruchshemmende Optionen. Merino punktet mit der natürlichen Temperaturregulierung der Wolle. Greenmint bietet dir eine weiche Alternative auf Viskosebasis mit eingearbeiteten Minzextrakten. Welche Variante besser zu dir passt, hängt besonders von deinem Hautgefühl und deinen Vorlieben ab. Merino: Wenn du dich in Wolle wohlfühlst Du schätzt das Tragegefühl von Merinowolle und suchst eine vielseitige Grundlage für lange Bergtage? Dann ist unsere R5 Base Merino Linie eine gute Wahl. Das R5 Base Merino Shirt Long besteht aus 96 % Merinowolle und 4 % Elasthan. Die feinen Wollfasern mit einer Stärke von 17,5 Mikron sorgen für einen weichen Griff. Der Elasthananteil gibt dem Shirt zusätzliche Elastizität für deine Bewegungen am Berg. Merinowolle unterstützt ein ausgeglichenes Körperklima und wirkt von Natur aus geruchshemmend. Das macht sie besonders interessant für Touren, auf denen sich Aktivität, Temperatur und Pausen häufig abwechseln. Auch bei mehreren Tagen unterwegs ist die Geruchshemmung ein praktischer Vorteil. Unsere Empfehlung: Wenn du Merino bereits gerne trägst, ist das langärmlige Shirt ein sinnvoller Ausgangspunkt für dein Tourenoutfit. Greenmint: Wenn du eine Alternative zu Wolle suchst Du möchtest eine geruchshemmende erste Schicht, fühlst dich in Wolle aber nicht richtig wohl? Dann lohnt sich ein Blick auf Greenmint. Das R5 Greenmint Shirt Long besteht aus 82 % Viskose und 18 % Polyamid. Die Viskose sorgt für ein weiches Hautgefühl. Für die R’Greenmint Technologie werden Minzextrakte bereits bei der Faserherstellung in die Spinnmasse eingebracht. Sie unterstützen die Geruchshemmung des Materials. Damit bietet dir Greenmint eine weitere Möglichkeit für lange, aktive Tage. Die Longsleeves eignen sich als Funktionsunterwäsche beim Bergsport und Trekking, lassen sich aber auch im Alltag tragen. Das Damenmodell hat eine körpernahe Passform, die sich gut unter weiteren Bekleidungsschichten tragen lässt. Unsere Empfehlung: Probiere Greenmint besonders dann aus, wenn dir das Hautgefühl deiner bisherigen Wollunterwäsche nicht zusagt. Wie angenehm sich ein Material anfühlt, bleibt individuell. Welcher Base Layer passt zu deiner nächsten Tour? Aus diesen Eigenschaften ergeben sich unsere Empfehlungen für die Praxis: Deine Situation Unsere Empfehlung Darauf kommt es an Du trägst gerne Wolle und bist bei wechselnden Temperaturen unterwegs. R5 Base Merino Shirt Long Natürliche Regulierung der Temperatur und elastisches Material Du suchst eine geruchshemmende Alternative zu Merino. R5 Greenmint Shirt Long Weicher Viskosegriff und Geruchshemmung durch R’Greenmint Du planst mehrere Tage ohne Waschmöglichkeit. Merino oder Greenmint Beide sind geruchshemmend. Entscheide nach Hautgefühl und Passform. Du suchst eine erste Schicht für Schneesport. Longsleeve plus passende 3/4 Pants Wähle das Material, das du gerne auf der Haut trägst, und prüfe die Kombination mit Hose und Schuhen. Drei Fragen machen dir die Auswahl leichter 1. Welches Material trägst du auch nach mehreren Stunden gerne? Nimm beim Anprobieren bewusst wahr, wie sich der Stoff an Hals, Schultern und Armen anfühlt. Bewege dich, hebe die Arme und beuge dich nach vorne. Ein Base Layer soll deine Bewegungen mitmachen und auch unter dem Rucksack angenehm sitzen. Wenn du zwischen zwei Modellen schwankst, probiere beide unter deinem üblichen Mid Layer an. So beurteilst du das komplette Outfit. 2. Brauchst du kurze oder lange Ärmel? Auch innerhalb einer Materiallinie kannst du dein Outfit anpassen. Für eine kurzärmlige Merino-Basis gibt es beispielsweise das R5 Base Merino T Men. Es kombiniert ebenfalls 96 % Merinowolle mit 4 % Elasthan und einem Materialgewicht von 160 g/m². Überlege vor der Tour: Möchtest du unterwegs hauptsächlich im Shirt gehen? Brauchst du mehr Bedeckung? Und welche Schichten kommen darüber? Die Ärmellänge ist eine eigene Entscheidung. Merino kann auch als T-Shirt funktionieren, Greenmint als Longsleeve unter deiner Winterbekleidung. 3. Passt die erste Schicht auch an den Beinen? Beim Skifahren oder auf Skitour verdient die Unterhose genauso viel Aufmerksamkeit wie das Shirt. Die R5 Base Merino 3/4 Pants ergänzen deine Merino-Basis. Ihre verkürzte Länge lässt sich mit hohen Berg- und Skischuhen kombinieren. Mit den R5 Greenmint 3/4 Pants gibt es auch eine Alternative auf Viskosebasis für Schneesport. Unser Tipp: Prüfe mit angezogenen Socken und Schuhen, wo der Hosenabschluss sitzt. Er sollte keine störenden Falten oder zusätzlichen Druck im Schuh verursachen. Auf Mehrtagestour zählt auch der Umgang mit deinem Shirt Geruchshemmung ist bei beiden Materialien ein Vorteil. Ob dein Shirt am nächsten Morgen wieder angenehm tragbar ist, hängt aber auch davon ab, wie du es nach der Etappe behandelst. Breite es nach der Tour zum Lüften und Trocknen aus. Ein trockenes Wechselshirt ist bei längeren Unternehmungen ebenfalls sinnvoll. Wenn eine Wäsche nötig ist, richte dich nach dem Pflegeetikett. Verzichte auf Weichspüler. Für Merino empfiehlt RADYS einen schonenden Waschgang und ein geeignetes Merino-Waschmittel. Deine erste Schicht. Dein Tragegefühl. Mit Merino und Greenmint kannst du deine R5-Basis nach deinen Vorlieben auswählen. Greife zu Merino, wenn du die Eigenschaften und den Griff feiner Wolle schätzt. Probiere Greenmint, wenn du eine weiche, geruchshemmende Alternative auf Viskosebasis suchst. Wähle dazu die passende Ärmellänge und Hose. So beginnt dein Layering-System mit einer Schicht, in der du dich gerne bewegst.
Swiss Cheese Membrane Technology: Unsere neue Innovation
Der Aufstieg ist steil. Dein Körper produziert Wärme und Feuchtigkeit. Gleichzeitig ziehen Wolken auf und erste Regentropfen fallen. Jetzt muss deine Hardshell zwei scheinbar gegensätzliche Aufgaben erfüllen: Sie soll Regen zuverlässig draussen halten und den entstehenden Wasserdampf möglichst schnell nach aussen transportieren. Genau hier setzt unsere neue R’Tech Nano-Membrane an. Sie verbindet hohen Wetterschutz mit aussergewöhnlicher Atmungsaktivität und kommt vollständig ohne PFAS und PFC aus. Das technische Prinzip dahinter ist komplex. Sein Name ist bewusst einfach gehalten: Swiss Cheese Membrane Technology. Was macht eine Membrane eigentlich? Eine Membrane ist eine sehr dünne Funktionsschicht innerhalb des Stoffaufbaus einer Hardshell. Von aussen ist sie kaum sichtbar, für die Funktion der Jacke ist sie jedoch entscheidend. Ihre Aufgabe besteht darin, Wasser, Wind und Feuchtigkeit gezielt zu kontrollieren: Regentropfen sollen nicht von aussen eindringen. Wind soll nicht durch das Material gelangen. Wasserdampf soll vom Körper nach aussen entweichen können. Das klingt einfach. Technisch ist es jedoch eine grosse Herausforderung. Ist eine Membrane besonders dicht, kann sich Feuchtigkeit im Inneren stauen. Ist sie sehr durchlässig, kann der Wetterschutz darunter leiden. Deshalb bedeutete Hardshell-Technologie lange Zeit vor allem eines: einen Kompromiss zwischen Wasserdichtigkeit und Atmungsaktivität. Mit R’Tech Nano wollen wir diesen Kompromiss deutlich reduzieren. So funktioniert die Swiss Cheese Membrane Technology Die R’Tech Nano-Membrane basiert auf Polyurethan, kurz PU. Sie ist hydrophob, mikroporös und vollständig frei von PFAS und PFC. Mikroporös bedeutet, dass die Membrane eine sehr grosse Anzahl ultrafeiner Poren besitzt. Diese Öffnungen sind so aufgebaut, dass Wasserdampf nach aussen entweichen kann, Regentropfen aber nicht durch die Membrane gelangen. Um dieses Prinzip verständlich zu machen, verwenden wir einen typisch schweizerischen Grössenvergleich: Wäre eine einzelne Membranpore so gross wie ein Loch in einem Schweizer Käse, wäre ein Regentropfen ungefähr so gross wie ein Stadion. Der Wasserdampf wäre dagegen lediglich so fein wie ein Haar. Der Vergleich ist bewusst bildlich, aber massstabsgetreu. Er zeigt, weshalb die Membrane in beide Richtungen unterschiedlich funktioniert: Feiner Wasserdampf gelangt nach aussen. Grosse Wassertropfen bleiben draussen. Das Resultat ist eine Hardshell, die dich bei Niederschlag schützt und gleichzeitig den Feuchtigkeitstransport bei körperlicher Aktivität unterstützt. 23’577 Gramm Wasserdampf pro Quadratmeter Wie atmungsaktiv eine Membrane ist, wird unter kontrollierten Bedingungen gemessen. Der Wert zeigt, wie viel Wasserdampf innerhalb von 24 Stunden durch einen Quadratmeter Material transportiert werden kann. Die mit R’Tech Nano ausgestattete R1 Alpine Tech Jacket erreicht eine Wasserdampfdurchlässigkeit von: 23’577 g/m²/24 h Eine marktführende Vergleichsjacke erreichte unter denselben Testbedingungen: 15’893 g/m²/24 h Damit lag die Atmungsaktivität der R1 Alpine Tech Jacket im direkten Vergleichstest rund 48 % höher. Was bedeutet das für dich? Bei einem anstrengenden Aufstieg entsteht Wärme. Dein Körper beginnt zu schwitzen und innerhalb der Jacke bildet sich Wasserdampf. Kann dieser nicht ausreichend entweichen, fühlt sich die Bekleidung von innen feucht an, selbst wenn kein Regen eingedrungen ist. Die hohe Wasserdampfdurchlässigkeit der R’Tech Nano-Membrane hilft dabei, diese Feuchtigkeit schneller nach aussen zu transportieren. 41 Meter Wassersäule für zuverlässigen Schutz Die Wasserdichtigkeit eines Materials wird mit der sogenannten Wassersäule angegeben. Sie beschreibt, welchem Wasserdruck ein Material standhält, bevor Feuchtigkeit hindurchtritt. Die R1 Alpine Tech Jacket mit R’Tech Nano erreicht eine Wassersäule von: 41 Metern beziehungsweise 41’000 Millimetern Die getestete Vergleichsjacke erreichte unter denselben Bedingungen 35 Meter. Damit lag die Wasserdichtigkeit der R’Tech Nano-Konstruktion im Vergleichstest sechs Meter beziehungsweise rund 16 % höher. Besonders wichtig: Die höhere Wasserdichtigkeit wurde auch nach drei Waschgängen bestätigt. Eine hohe Wassersäule bietet zusätzliche Reserven, wenn das Material nicht nur Regen, sondern auch mechanischem Druck ausgesetzt ist. Das ist beispielsweise der Fall, wenn: die Schultergurte eines Rucksacks auf der Jacke aufliegen du dich auf eine nasse Oberfläche setzt Wind den Regen gegen das Material drückt das Gewebe beim Klettern oder auf einer Hochtour belastet wird Warum Laborwerte nicht die ganze Geschichte erzählen Technische Messwerte machen Materialien vergleichbar. Sie können das persönliche Tragegefühl auf einer Tour jedoch nicht vollständig abbilden. Wie trocken und angenehm du dich fühlst, hängt zusätzlich von verschiedenen Faktoren ab: Intensität deiner Aktivität Temperatur und Luftfeuchtigkeit Passform der Jacke verwendete Base- und Mid-Layer Belüftungsmöglichkeiten persönliches Wärme- und Schweissempfinden Auch die beste Membrane kann nur funktionieren, wenn die Feuchtigkeit durch die darunterliegenden Bekleidungsschichten bis zur Aussenschicht transportiert wird. Ein Baumwollshirt unter einer hoch atmungsaktiven Hardshell bleibt deshalb trotzdem eine schlechte Kombination. Baumwolle speichert Feuchtigkeit und trocknet nur langsam. Hydrophob von Grund auf Die R’Tech Nano-Membrane ist von sich aus hydrophob. Das bedeutet, dass das Material Wasser abweist und kaum aufquillt. Dadurch benötigt die Membrane selbst keine zusätzlichen Beschichtungen oder Versiegelungen ihrer Poren. Das Laminat bleibt glatter und die bei gewissen Membranen bekannte Orangenhaut-Optik wird reduziert. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Membrane und Aussenmaterial: Auch bei einer hydrophoben Membrane benötigt der Oberstoff eine wasserabweisende Ausrüstung. Bei RADYS erfolgt diese Imprägnierung ohne PFAS und PFC. Die Imprägnierung sorgt dafür, dass Wasser auf der Oberfläche abperlt. Die Membrane darunter bildet den eigentlichen wasserdichten Schutz. Vollständig PFAS- und PFC-frei Viele herkömmliche mikroporöse Membranen basieren auf PTFE oder verwandten fluorierten Technologien. PFAS werden häufig als Ewigkeitschemikalien bezeichnet, weil viele dieser Stoffe in der Umwelt kaum abgebaut werden. Sie können über lange Zeiträume in Wasser, Böden und Lebewesen verbleiben. RADYS hat bereits 2014 als erste Bekleidungsmarke weltweit die gesamte Kollektion auf eine PFC-freie Wasserabweisung umgestellt. Mit der neuen R’Tech Nano-Technologie gehen wir einen weiteren Schritt: Auch die Membrane selbst ist vollständig frei von PFAS und PFC. Damit zeigen wir, dass leistungsstarker Wetterschutz, hohe Atmungsaktivität und ein verantwortungsvollerer Materialeinsatz kein Widerspruch sein müssen. «Mit unserer R’Tech Nano-Membrane zeigen wir, dass leistungsstarker Wetterschutz und eine PFAS-freie Membrane kein Widerspruch sind.» Adrian Ruhstaller, Gründer von RADYS R’Tech Nano im Modular Layering System Die R1 Alpine Tech Jacket bildet innerhalb des RADYS Modular Layering Systems die äusserste Schutzschicht. Je nach Tour und Temperatur kannst du sie unterschiedlich kombinieren: R5 Base Layer für den Feuchtigkeitstransport direkt auf der Haut R4 Mid Layer für zusätzliche Wärme R3 Insulation Layer bei kalten Bedingungen R1 Alpine Tech Jacket als Schutz vor Wind, Regen und Schnee Das Ziel ist nicht, möglichst viele Schichten zu tragen. Jede Schicht soll eine klar definierte Funktion übernehmen und mit den anderen Layern zusammenspielen. So kann auch die R’Tech Nano-Membrane ihre Leistung optimal entfalten. Entwickelt für anspruchsvolle Bergmomente RADYS entwickelt seine Bergsportbekleidung in der Schweiz für Menschen, die sich bei wechselnden Bedingungen auf ihre Ausrüstung verlassen müssen. R’Tech Nano ist der nächste Schritt auf diesem Weg: eine leistungsfähige Membrantechnologie, die hohen Schutz, hohe Atmungsaktivität und einen verantwortungsvolleren Materialeinsatz verbindet. Oder etwas einfacher gesagt: Schweiss gelangt nach aussen. Regen bleibt draussen. Mehr Schutz. Mehr Atmungsaktivität. Mehr Nachhaltigkeit.
Nachhaltigkeit ohne Greenwashing: Was RADYS konkret anders macht
Nachhaltigkeit ist schnell versprochen. Ein grünes Etikett, ein recycelter Materialanteil oder ein einzelnes «umweltfreundliches» Produkt reichen heute oft aus, um ganze Kollektionen als nachhaltig zu bezeichnen. Doch echte Verantwortung beginnt dort, wo Massnahmen konkret, überprüfbar und langfristig angelegt sind. Dabei gilt auch für uns: Die Herstellung von Outdoorbekleidung benötigt Rohstoffe, Energie, Wasser und Transportwege. Vollständig ohne Auswirkungen auf die Umwelt geht es nicht. Unser Anspruch ist deshalb nicht, uns als perfekte Marke darzustellen. Wir wollen transparent zeigen, was wir bereits verändert haben, wo wir Verantwortung übernehmen und an welchen Lösungen wir gemeinsam mit anderen Akteuren arbeiten. Greenwashing beginnt bei vagen Versprechen Begriffe wie «grün», «umweltfreundlich» oder «nachhaltig» sagen allein wenig aus. Entscheidend sind die Fragen dahinter: Welche konkrete Massnahme wurde umgesetzt? Gilt sie für ein einzelnes Produkt oder die gesamte Kollektion? Wird die Wirkung gemessen? Gibt es externe Standards oder unabhängige Partner? Werden auch Zielkonflikte und Grenzen offengelegt? Für RADYS bedeutet Nachhaltigkeit deshalb mehr als die Auswahl einzelner Materialien. Wir betrachten die verwendete Chemie, die Herstellung, die Lebensdauer der Produkte und die Frage, was mit Textilien am Ende ihrer Nutzung geschieht. Seit 2014 konsequent PFC-frei Outdoorbekleidung soll zuverlässig vor Regen, Schnee und Wind schützen. Lange Zeit wurden für die wasserabweisende Ausrüstung von Textilien fluorierte Chemikalien eingesetzt. Diese werden häufig als PFC oder heute umfassender als PFAS bezeichnet. Der Vorteil dieser Stoffe ist ihre starke wasser-, schmutz- und ölabweisende Wirkung. Das Problem: Viele PFAS werden in der Umwelt kaum abgebaut und können sich über sehr lange Zeiträume in Wasser, Böden, Tieren und Menschen anreichern. RADYS hat deshalb bereits 2014 die gesamte Kollektion auf eine PFC-freie Wasserabweisung umgestellt. Zu einem Zeitpunkt, als fluorierte Ausrüstungen in der Outdoorbranche noch weitgehend als Standard galten. Greenpeace führte R’ADYS später als eine der kleineren Outdoor-Marken auf, deren gesamte funktionelle Wetterschutzkollektion bereits PFC-frei erhältlich war. Diese Entscheidung bringt auch einen Zielkonflikt mit sich: Eine PFC-freie Ausrüstung weist Wasser zuverlässig ab, bietet jedoch eine geringere Beständigkeit gegenüber Öl. Für den Einsatz im Bergsport ist dieser Nachteil in den meisten Situationen kaum relevant. Für die Umwelt macht der Verzicht hingegen einen entscheidenden Unterschied. Wir finden: Nachhaltigkeit ohne Greenwashing bedeutet auch, solche Abwägungen offen zu benennen. bluesign System Partner: Verantwortung beginnt vor dem fertigen Produkt RADYS ist offizieller bluesign System Partner. Der bluesign Ansatz setzt nicht erst beim fertigen Kleidungsstück an, sondern betrachtet die gesamte textile Wertschöpfungskette. Im Fokus stehen unter anderem: ein verantwortungsvoller Umgang mit Chemikalien der Schutz der Menschen in der Produktion ein reduzierter Verbrauch von Wasser und Energie geringere Emissionen und Umweltbelastungen mehr Transparenz innerhalb der Lieferkette Der System-Partnerstatus umfasst unter anderem regelmässige Beurteilungen, Analysen der Lieferkette und konkrete Verbesserungsmassnahmen. RADYS ist in der offiziellen bluesign Partnerliste als Schweizer Marke aufgeführt. Wichtig ist uns auch hier eine klare Unterscheidung: Eine bluesign Systempartnerschaft bedeutet nicht automatisch, dass jedes einzelne Produkt das Label «bluesign PRODUCT» trägt. Sie bedeutet, dass sich RADYS verpflichtet, nach den Anforderungen des Systems zu arbeiten und die Prozesse kontinuierlich weiterzuentwickeln. STS 2030: Gemeinsame Ziele statt isolierter Einzelmassnahmen Viele Herausforderungen der Textilindustrie lassen sich nicht von einer Marke allein lösen. Deshalb ist RADYS Mitglied und verpflichteter Akteur bei Sustainable Textiles Switzerland 2030, kurz STS 2030. Das Programm will die Schweizer Textil- und Bekleidungsbranche entlang der gesamten Wertschöpfungskette nachhaltiger gestalten. Die gemeinsamen Ziele betreffen vier zentrale Bereiche: Reduktion der Treibhausgasemissionen faire Löhne und menschenwürdige Arbeitsbedingungen Förderung kreislauffähiger Geschäftsmodelle mehr Transparenz für verantwortungsvolle Kaufentscheide Die beteiligten Unternehmen verpflichten sich zu den Zielen des Programms sowie dazu, ihre Fortschritte regelmässig zu messen und zu kommunizieren. RADYS wird auf der offiziellen Website als verpflichteter Akteur aufgeführt. Die Mitgliedschaft ist für uns deshalb kein dekoratives Logo. Sie schafft einen verbindlichen Rahmen, ermöglicht den Austausch mit anderen Unternehmen und macht Fortschritte besser vergleichbar. Fabric Loop: Kreislaufwirtschaft braucht eine Branchenlösung Ein besonders schwieriges Thema beginnt erst nach dem Verkauf eines Produkts: Was geschieht mit einem Kleidungsstück, wenn es nicht mehr genutzt werden kann? Einzelne Rücknahmeaktionen reichen nicht aus, um die grossen Mengen an Alttextilien sinnvoll zu sammeln, zu sortieren, wiederzuverwenden und zu recyceln. Dafür braucht es eine funktionierende Infrastruktur und eine gemeinsame Lösung für die gesamte Branche. RADYS hat deshalb 2024 gemeinsam mit weiteren Schweizer Textilunternehmen und Swiss Textiles den Verein Fabric Loop gegründet. Fabric Loop arbeitet an einem schweizweiten Kreislaufsystem, das verschiedene Strategien miteinander verbindet: Reuse: Produkte möglichst lange weiterverwenden Repair: Kleidung reparieren und ihre Nutzungsdauer verlängern Recycle: nicht mehr tragbare Textilien wieder als Rohstoff nutzen Finanziert werden soll das System unter anderem über einen vorgezogenen Recycling- beziehungsweise Kreislaufbeitrag. RADYS ist nicht nur Gründungsmitglied. Adrian Ruhstaller, CEO und Gründer von RADYS, engagiert sich auch im Vorstand von Fabric Loop. Damit bringen wir uns aktiv in die Entwicklung der Branchenlösung ein. Unser Ziel ist nicht nur, bessere Produkte herzustellen. Wir wollen dazu beitragen, dass Textilien in der Schweiz künftig länger genutzt und in funktionierenden Kreisläufen geführt werden können. 1 % unseres Umsatzes für Nachhaltigkeitsprojekte Nachhaltigkeitsprojekte benötigen nicht nur gute Absichten, sondern auch finanzielle Mittel. Deshalb investieren wir 1 % unseres Umsatzes in ausgewählte Nachhaltigkeitsprojekte. Die Höhe des Engagements wächst damit direkt mit unserem Unternehmen. Diese Entscheidung ist bewusst an den Umsatz gekoppelt und nicht an den Gewinn einzelner Produkte. So wird Nachhaltigkeit nicht von einer Sonderkollektion oder einer kurzfristigen Kampagne abhängig, sondern fest mit unserer wirtschaftlichen Tätigkeit verbunden. Langlebigkeit bleibt ein zentraler Faktor Die Umweltwirkung eines Produkts entsteht nicht nur bei der Herstellung. Entscheidend ist auch, wie lange und wie häufig es genutzt wird. Ein Kleidungsstück, das zuverlässig funktioniert, vielseitig kombiniert werden kann und über viele Jahre getragen wird, muss weniger schnell ersetzt werden. Deshalb setzen wir auf hochwertige Materialien, funktionale Konstruktionen und ein modulares Layering-System. Die einzelnen RADYS Layer sind so entwickelt, dass sie je nach Wetter, Temperatur und Aktivität miteinander kombiniert werden können. Dadurch entsteht keine Kollektion für einen einzigen Einsatzbereich, sondern ein System für unterschiedliche Touren und Jahreszeiten. Auch die richtige Pflege trägt dazu bei, die Funktion und Lebensdauer von Outdoorbekleidung zu erhalten. Regelmässiges Waschen nach Pflegeanleitung, eine gezielte Reaktivierung der Imprägnierung und kleinere Reparaturen können verhindern, dass ein grundsätzlich intaktes Produkt frühzeitig ersetzt wird. Was RADYS konkret anders macht Unser Nachhaltigkeitsansatz lässt sich auf fünf Punkte reduzieren: Wir verzichten seit 2014 in der gesamten Kollektion auf PFC-haltige Wasserabweisungen. Wir arbeiten als bluesign System Partner an verantwortungsvolleren Materialien und Produktionsprozessen. Wir verpflichten uns als Mitglied von STS 2030 zu gemeinsamen und messbaren Branchenzielen. Wir gestalten als Gründungs- und Vorstandsmitglied von Fabric Loop die Schweizer Textilkreislaufwirtschaft aktiv mit. Wir investieren 1 % unseres Umsatzes in Nachhaltigkeitsprojekte. Keine dieser Massnahmen löst allein sämtliche Herausforderungen der Textilindustrie. Zusammen schaffen sie aber konkrete Veränderungen, die über ein grünes Etikett hinausgehen. Nicht perfekt. Aber verbindlich. Nachhaltigkeit ist kein Zustand, den ein Unternehmen irgendwann vollständig erreicht. Sie ist ein laufender Prozess aus Entscheidungen, Investitionen, Zusammenarbeit und kontinuierlicher Verbesserung. Wir werden deshalb nicht behaupten, bereits am Ziel zu sein. Unser Versprechen ist ein anderes: Wir wollen unsere Verantwortung ernst nehmen, unsere Massnahmen konkret benennen und gemeinsam mit starken Partnern an Lösungen arbeiten, die langfristig Wirkung entfalten. Denn wer die Berge liebt, sollte nicht nur Bekleidung für sie entwickeln. Er sollte auch dazu beitragen, sie für kommende Generationen zu erhalten.
Flagship Store
Unser Flagshipstore in Solothurn ist die zentrale Anlaufstelle für die gesamte Radys Kollektion.
Hier erlebst du unsere neueste Kollektion hautnah, profitierst von unserer fachkundigen Beratung und findest das perfekte Outfit für dein nächstes Abenteuer.



